In Salzburg stehen fünf junge Leute vor Gericht, weil sie zwei Männer, die sie für Pädophile hielten, in eine Falle gelockt und brutal zusammengeschlagen haben.

Stell dir vor, jemand gibt sich im Internet als 14-jähriges Mädchen aus, um Erwachsene zu einem Treffen zu locken. Genau das hat ein 24-Jähriger im Herbst 2024 im Salzburger Land gemacht. Zusammen mit vier Freundinnen und Freunden hat er dann zwei Männer an einem dunklen Ort mit Baseballschlägern und einem Teleskop-Schlagstock attackiert. Die Opfer wurden schwer verletzt, eines erlitt eine Gehirnblutung. Die Gruppe nannte sich 'Pedo-Hunters' und dachte, sie würde etwas Gutes tun, indem sie vermeintliche Pädophile jagt. Aber was sie taten, war kein Heldentum, sondern eine schwere Straftat.

Zum Glück schreitet bei solcher Selbstjustiz der Rechtsstaat ein. Die Polizei konnte die Täter durch die Videos, die sie selbst von ihren Taten gedreht hatten, identifizieren. Jetzt müssen sie sich vor einem Gericht in Salzburg verantworten. Der Richter und eine Jury aus Bürgern hören sich genau an, was passiert ist. Die Angeklagten haben sich bei den Opfern entschuldigt und teilweise schon Schmerzensgeld gezahlt. Wichtig ist: In Österreich gab es im März 2025 sogar eine große Polizeiaktion mit 18 Festnahmen gegen solche selbsternannten 'Pedo-Hunter'-Gruppen. Der Staat zeigt damit klar, dass er für Sicherheit sorgt und Gewalt nicht toleriert.