Ein Mann soll in einem Wettbüro am Marktplatz in Gießen geschossen haben. Jetzt steht er vor Gericht – und die meisten Fragen sind noch offen.
Im Oktober 2025 soll ein damals 34-Jähriger in ein Wettbüro am Marktplatz in Gießen gegangen sein und mit einer Pistole mehrere Schüsse abgegeben haben. Drei Menschen wurden verletzt: ein 16-Jähriger, ein 27-Jähriger und ein 40-Jähriger. Zwei saßen an einem Tisch und wurden direkt getroffen, die dritte Person stand an einem Spielautomaten und wurde durch einen abgeprallten Schuss verletzt. Die Polizei nahm den Mann noch am selben Abend fest. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und einen Verstoß gegen das Waffengesetz vor. Zum Prozessauftakt hat er geschwiegen.
Viele Menschen haben geholfen, die Tat aufzuklären: Zeugen, die im Wettbüro waren, haben ausgesagt. Kameras im Laden und eine Kamera der Stadtwerke am Marktplatz haben die Tat aufgezeichnet. Die Polizei hat die Waffe in einem Mülleimer gefunden und den Mann in seiner Wohnung in Linden festgenommen. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei haben die Ermittlungen abgeschlossen und die Anklage vorbereitet, jetzt entscheidet das Gericht. Das Landgericht Gießen hat die Aufgabe, Beweise zu prüfen, Zeugen zu hören und am Ende ein Urteil zu sprechen.
