Drei Bundesländer haben im Bundesrat beantragt, dass die Bundesregierung Pläne ablehnen soll, die die Schulpflicht in Deutschland schwächen würden.
Die Schulpflicht bedeutet, dass alle Kinder in Deutschland zur Schule gehen müssen. Die AfD in Sachsen-Anhalt will das ändern. In ihrem Programm zur Landtagswahl fordert sie eine 'Bildungspflicht statt Schulzwang!'. Das klingt erst mal ähnlich, bedeutet aber etwas anderes: Die Kinder müssten zwar etwas lernen, könnten das aber zum Beispiel zu Hause tun, ohne in eine Schule zu gehen. So könnten Eltern entscheiden, ob ihr Kind eine Schule besucht oder nicht.
Dagegen wehren sich jetzt Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hamburg. Sie haben einen Antrag in den Bundesrat eingebracht. Darin steht, dass die Schulpflicht erhalten bleiben soll, weil sie ein wichtiger Teil des Bildungssystems ist. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt sagte im Bundesrat, die Schulpflicht sei eine Errungenschaft. Sie sorge dafür, dass alle Kinder zusammen lernen, gleiche Chancen bekommen und sich in der Gesellschaft integrieren können. Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze warnt, dass eine Aufweichung der Schulpflicht vor allem auf dem Land zu Problemen führen könnte, wenn Kinder keinen Kontakt mehr zur Schule haben.
