In Brandenburg fehlen immer mehr Lehrkräfte – jetzt wenden sich Eltern in einem offenen Brief direkt an den Ministerpräsidenten.

Was ist passiert? Der Landeselternrat in Brandenburg, also die gewählten Vertreter aller Eltern im Land, hat einen offenen Brief an Ministerpräsident Dietmar Woidke geschrieben. Sie machen sich Sorgen, weil an vielen Schulen im neuen Schuljahr vielleicht nicht mehr alle Stunden erteilt werden können. Schon jetzt berichten Eltern, dass Unterricht ausfällt und Förderstunden gestrichen werden. Bildungsminister Gordon Hoffmann hat selbst gesagt: „Ich sage heute ganz klar: Wir wissen, dass wir dieses Ziel im neuen Schuljahr nicht mehr überall erreichen werden.“ Damit meint er, dass nicht jede Schule alle Fächer in vollem Umfang anbieten kann.

Wer hilft? Die Landesregierung hat reagiert: Die Koalition aus SPD und CDU will 250 neue Lehrerstellen schaffen. Außerdem sollen Lehrkräfte freiwillig an andere Schulen versetzt werden, wo sie dringender gebraucht werden. Auch die Eltern selbst organisieren sich: Über den Landeselternrat sprechen sie mit der Politik und machen den Druck auf der Straße oder an Schulversammlungen sichtbar. Lehrerverbände wie die GEW fordern schon lange mehr Einstellungen und bessere Arbeitsbedingungen.