In Berlin haben innerhalb eines Jahres Hunderte Lehrkräfte selbst aufgehört, weil die Belastung zu groß ist.
Was ist passiert? Zwischen November 2024 und November 2025 haben 232 Lehrerinnen und Lehrer in Berlin selbst gekündigt. Die meisten von ihnen waren zwischen 30 und 45 Jahre alt, also nicht kurz vor der Rente, sondern mitten im Berufsleben. Dazu kommen 453 Auflösungsverträge, das sind Verträge, bei denen sich Arbeitgeber und Beschäftigte gemeinsam trennen. Weitere 957 Lehrkräfte hatten nur einen befristeten Vertrag, der nicht verlängert wurde. Fast 800 gingen in Rente. Insgesamt fehlen damit an Berlins Schulen massiv Leute, und Berlin hat rund 35.000 Lehrkräfte.
Wer hilft? In der Politik wird darüber gestritten, wie man das Problem lösen kann. Louis Krüger, ein Abgeordneter der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, hat die Zahlen mit einer Anfrage an den Senat öffentlich gemacht. Er sagt: "Dass hauptsächlich Lehrkräfte im Alter zwischen 30 und 45 auf eigenen Wunsch den Schuldienst verlassen, ist ein Alarmsignal - aber keine Überraschung." Er kritisiert die zuständige Senatorin, weil sie aus seiner Sicht zu wenig gegen den Mangel tut. Die Senatorin muss nun Vorschläge vorlegen, wie sie den Beruf attraktiver machen will.
