Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt hat zugegeben, dass Teile seiner Reden und Zeitungsbeiträge mit Hilfe einer KI geschrieben wurden.

Was ist passiert? Das Portal „Frag den Staat" hat mehrere Texte von Voigt untersucht. Dabei kam heraus, dass eine KI wohl große Teile von Gastbeiträgen für die „FAZ" und „Die Welt" geschrieben hat. Auch eine Gedenkrede für den verstorbenen Ex-Ministerpräsidenten Bernhard Vogel soll betroffen sein. Die Zeitung „FAZ" hat den Beitrag deshalb komplett von ihrer Webseite gelöscht. In dem Text standen Zitate von drei Forschern, die es offenbar gar nicht gibt.

Wer hilft weiter? Digitalminister Steffen Schütz (BSW) sagt, er selbst benutzt KI nur zum Recherchieren, nicht zum Schreiben. Er würde einen KI-Einsatz aber immer kennzeichnen, damit alle sehen, woher ein Text kommt. Auch der Erfurter Politikwissenschaftler Thorsten Thiel hilft, die Lage einzuordnen. Er findet es nicht schlimm, wenn Reden mit KI-Hilfe entstehen. Viel schlimmer sei es aber, wenn Politiker Zitate erfinden und sie anderen Leuten in den Mund legen. Er fordert, dass Politik im Umgang mit KI-Tools besser werden muss.