In Schottland soll bis 2030 ein riesiges KI-Rechenzentrum entstehen – doch die versprochene reine Ökoenergie ist offenbar kaum machbar.
In Lanarkshire in Schottland ist ein riesiges Rechenzentrum für Künstliche Intelligenz geplant. Es soll etwa 9,6 Milliarden Euro kosten und bis 2030 fertig sein. Gebaut wird es vom US-Unternehmen CoreWeave zusammen mit der schottischen Firma DataVita. Anfangs hieß es, das Zentrum werde komplett mit erneuerbarer Energie vom eigenen Gelände laufen – also mit Wind- und Sonnenstrom. Doch jetzt zeigen interne Dokumente, die der Guardian veröffentlicht hat: Eine hundertprozentige grüne Versorgung vor Ort ist gar nicht möglich.
Die Firma DataVita hatte in ihren Plänen angegeben, 400 Megawatt aus Sonnenenergie und 800 Megawatt aus Windkraft zu gewinnen. Die Umweltorganisation Action to Protect Rural Scotland hat ausgerechnet, dass man dafür zwischen 40 und 100 Quadratkilometer Land bräuchte. Die bisher eingereichten Anträge decken aber nur rund zwei Quadratkilometer ab. Außerdem sehen aktuelle Pläne nur bis zu 19 Windräder vor – das würde laut Guardian nur etwa fünf Prozent der versprochenen Leistung bringen.
