Zwischen Spanien und dem britischen Gebiet Gibraltar gibt es seit Kurzem keine Grenzkontrollen mehr – der alte Zaun wird gerade abgebaut.

Stell dir vor, du brauchst jeden Morgen Stunden, nur um zur Arbeit zu kommen. Genau das erleben viele Menschen zwischen Spanien und Gibraltar – einem kleinen britischen Gebiet ganz im Süden Spaniens. Seit einer Woche ist damit Schluss: Es gibt keine Kontrollen mehr an der Landgrenze. Ab sofort können Menschen und Waren einfach durchfahren.

Der Wechsel kam durch ein neues Abkommen zwischen der EU und Großbritannien. Es trat an einem Mittwoch um Mitternacht in Kraft. Viele Pendlerinnen und Pendler feierten das. Eine Frau aus Spanien, die seit 30 Jahren nach Gibraltar zur Arbeit fährt, sagte im Fernsehen: „Die Tortur hat endlich ein Ende“.

Gibraltar ist winzig – nur etwa 6,5 Quadratkilometer groß. Damit ist es ungefähr so groß wie die ostfriesische Insel Baltrum. Trotzdem arbeiten dort jeden Tag mehr als 15.000 Menschen aus Spanien. Für sie bedeutete der Weg über die Grenze oft drei oder vier Stunden Wartezeit. An schlimmen Tagen sogar bis zu sieben Stunden. Ohne den alten Zaun und die Kontrollen geht es jetzt viel schneller.