Sachsens Kultusminister Conrad Clemens steht am Freitag vor dem Amtsgericht Weißwasser, weil er vor knapp drei Jahren viel zu schnell Auto gefahren sein soll.
Im September 2023 soll er in Krauschwitz in einer 30er-Zone 81 km/h gefahren sein – also mehr als doppelt so schnell wie erlaubt. Damals war er noch Staatssekretär, also ein politischer Beamter unter dem Minister. Heute leitet er das Kultusministerium, also das Ministerium für Schule und Bildung in Sachsen. Er gehört zur CDU, einer großen Partei in Deutschland.
Er hat zugegeben, dass er zu schnell gefahren ist. Sein Anwalt sagt aber: Das war kein Rennen, sondern nur ein normaler Tempoverstoß. Genau darum geht es jetzt vor Gericht: War es "nur" eine Strafzettel-Sache – oder war es etwas Schlimmeres, das unter das Gesetz für verbotene Autorennen fällt? Das Gericht in Weißwasser will das klären.
Das Gericht hatte einen Vorschlag: Clemens sollte 10.000 Euro zahlen, einen Kurs für besseres Fahren machen und Schülern Verkehrsunterricht geben. Dann wäre die Sache erledigt gewesen. Aber die Staatsanwaltschaft und Clemens selbst haben den Vorschlag abgelehnt. Deshalb gibt es jetzt eine richtige Verhandlung.
