Der Chef der brandenburgischen Gedenkstätten macht sich Sorgen, weil immer mehr junge Leute rechtsextreme Ansichten zeigen – sogar in einem ehemaligen Konzentrationslager.
Was ist passiert? In der Gedenkstätte Sachsenhausen bei Berlin haben Besucher in ein Gästebuch Sachen geschrieben, die Hitler gut finden. Der Leiter der Gedenkstätte, Axel Drecoll, fand das zum Teil „niederschmetternd“ und sagte, er sei „ein Stück weit fassungslos“. Er glaubt, dass manche das nur als blöde Provokation machen – aber bei anderen steckt wirklich eine rechtsextreme Einstellung dahinter. Das ist besorgniserregend.
Wer hilft? Drecoll und sein Team arbeiten jeden Tag daran, jungen Leuten zu zeigen, was damals im Nationalsozialismus wirklich passiert ist. Er sagt, dass ein Besuch vor Ort und Geschichten von echten Menschen helfen können, die Vergangenheit besser zu verstehen. Auch Politiker wie Bildungsministerin Karin Prien und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke interessieren sich dafür und besuchen die Gedenkstätte. Sie wollen, dass solche Orte weiter Geld bekommen, damit sie ihre wichtige Arbeit machen können.
