Die Polizei hat die Zentrale der sozialistischen Partei von Ministerpräsident Pedro Sánchez in Madrid durchsucht, weil es um mögliche illegale Geldgeschäfte geht.

Was ist passiert? Am Dienstag hat die spanische Polizei, die Guardia Civil, die Parteizentrale der PSOE in Madrid durchsucht. Die PSOE ist die Partei von Ministerpräsident Pedro Sánchez. Ein Richter hatte die Durchsuchung erlaubt. Die Ermittler suchen nach Beweisen, ob die Partei auf verbotene Weise Geld bekommen hat. Die Untersuchungen betreffen auch Leute aus dem engen Umfeld von Sánchez, zum Beispiel Familienmitglieder.

Wer hilft, die Sache aufzuklären? Die Justiz in Spanien arbeitet unabhängig von der Regierung. Das bedeutet, ein Richter hat die Razzia angeordnet, nicht die Politik. Die Guardia Civil ermittelt jetzt ganz genau und sammelt Informationen. Die Partei selbst sagt, sie hilft den Behörden bei der Aufklärung. Auch wenn es ein schwieriger Moment für die Demokratie ist, zeigt der Vorgang, dass in Spanien niemand über dem Gesetz steht – auch nicht die Regierungspartei.