In sozialen Medien behaupten manche, Rapsöl sei giftig – Ernährungsmediziner widersprechen und erklären, warum.

Kennst du das? Du scrollst durch TikTok oder Instagram und jemand sagt: „Rapsöl vergiftet dich!" Solche Sprüche klingen dramatisch und bekommen deshalb viele Klicks. Studien zeigen: Inhalte, die Gefühle auslösen oder eine klare Meinung haben, werden öfter geteilt als nüchterne Fakten.

Die Wahrheit ist aber weniger aufregend – und beruhigender. Ernährungsmediziner wie Matthias Riedl aus Hamburg und Hans Hauner von der TU München sagen: Rapsöl ist ein richtig gutes Speiseöl. Es enthält viel Vitamin E, viele gesunde Fettsäuren und schneidet im Vergleich zu Olivenöl sogar etwas besser ab – kostet aber weniger. Riedl bringt es auf einen Satz: „Die Dosis macht das Gift." Es kommt also darauf an, wie viel du insgesamt isst, nicht auf ein einzelnes Produkt.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Rapsöl – zum Beispiel für Salate, zum Braten in der Pfanne oder für die Heißluftfritteuse. Sie hat in großen Studien keinen Hinweis darauf gefunden, dass Rapsöl Krebs oder Entzündungen verursacht. Wenn du also beim Kochen Rapsöl benutzt, machst du aus Expertensicht erstmal nichts falsch.