Eine Bremer Firma will eine kleine Rakete von einem Spezialschiff ins All schicken – der erste Start lässt aber noch auf sich warten.
Stell dir vor, eine Rakete hebt nicht von einem festen Weltraumbahnhof ab, sondern direkt von einem Schiff auf dem Meer. Genau das plant das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB zusammen mit Partnern aus Bremen im Projekt Gosa. Dafür bauen sie ein Spezialschiff mit einer schrägen Startrampe, mit deren Hilfe eine kleine Rakete in den Himmel steigen soll.
Der erste Flug ist als sogenannte suborbitale Mission geplant. Das bedeutet: Die Rakete fliegt sehr hoch, kommt aber nicht komplett um die Erde herum. So ein Test soll zeigen, ob die Technik auf dem Schiff funktioniert. Starten sollte die Rakete eigentlich über der Nordsee, genauer in einem Seegebiet, das umgangssprachlich „Entenschnabel" heißt.
Damit der Plan Wirklichkeit wird, brauchen die Firmen Papiere und Freigaben von Behörden – zum Beispiel für den Luftraum und die Sicherheit auf See. Solche Dokumente sind gerade nicht da, deshalb wurde der Start schon mehrmals verschoben. Einen neuen festen Termin gibt es noch nicht.
