China hat es als zweites Land der Welt geschafft, eine Raketenstufe nach dem Start heil wieder einzufangen – und das auf dem Meer mit einer speziellen Seilvorrichtung.
Die Rakete Langer Marsch 10B ist am Freitag vom Weltraumbahnhof Hainan im Süden Chinas gestartet. Sie hat einen Satelliten ins All gebracht. Das Besondere: Kurz nach dem Start kam die untere Stufe der Rakete zurück zur Erde und wurde auf einem Schiff auf See eingefangen.
Wie hat das funktioniert? Auf dem Schiff steht ein hohes, rechteckiges Gestell. Daran sind straffe Seile befestigt. Aus dem Schiff klappen Metallhaken heraus, die in die Seile greifen. So wird die herabsinkende Stufe im Flug eingefangen, fast wie eine Angel, die einen Fisch aus der Luft holt.
Die Rakete heißt Langer Marsch 10B. Sie ist 70 Meter hoch, also fast so lang wie ein Fußballfeld, und fünf Meter breit. Sieben Triebwerke, die mit Kerosin und flüssigem Sauerstoff arbeiten, haben sie nach oben geschoben. Mit ihr kann China bis zu 16 Tonnen in eine erdnahe Umlaufbahn bringen – das ist eine Höhe, in der viele Satelliten um die Erde kreisen.
