China hat eine sehr große Rakete von einem U-Boot ins Meer geschossen. Mehrere Länder in der Nähe finden das nicht gut.

Was ist passiert? Die chinesische Marine hat am Montag eine Interkontinentalrakete von einem U-Boot aus ins Meer im Südpazifik abgefeuert. Eine solche Rakete kann theoretisch Atomsprengköpfe tragen und Tausende Kilometer weit fliegen. In diesem Fall war aber ein Übungssprengkopf ohne echte Bombe an Bord. China sagt: Der Test war Teil unserer normalen Militärübungen und nicht gegen ein bestimmtes Land gerichtet. Kurz nach dem Start begann China außerdem gemeinsame Marineübungen mit Russland vor der Küste der Hafenstadt Qingdao.

Wer hilft oder kritisiert? Die Länder rings um den Pazifik haben den Test deutlich kritisiert. Neuseeland sagte, der Pazifik solle ein "Ozean des Friedens" sein und nicht für Waffentests genutzt werden. Australiens Außenministerin Penny Wong nannte den Test destabilisierend für die Region. Auch Japan meldete sich zu Wort: Die Rakete habe möglicherweise japanischen Luftraum durchquert, was eine Bedrohung für die Sicherheit des Landes sei. Diplomaten aus diesen Ländern versuchen nun, mit Gesprächen und öffentlichem Druck auf China einzuwirken. Der Süden des Pazifiks ist außerdem schon seit Mitte der 1980er Jahre offiziell eine atomwaffenfreie Zone.