Am 6. Juli 2026 hat ein chinesisches U-Boot im Südpazifik eine ferngesteuerte Übungsrakete abgefeuert – viele Länder in der Region finden das besorgniserregend.

Was ist passiert? China hat ein großes Militär-U-Boot vom Typ 094 eine Rakete mit dem Namen JL-3 („Riesenwelle-3“) ins offene Meer schießen lassen. Die Rakete trug keinen echten Sprengkopf, sondern ein Übungsmodell. Solche Tests zeigen, dass ein Land Raketen über riesige Entfernungen treffsicher abfeuern kann – die JL-3 hat eine geschätzte Reichweite von rund 10.000 bis 12.000 Kilometern. Für China ist das ein ganz normaler Teil der eigenen Militärübung, sagen chinesische Stellen.

Wer hilft oder reagiert? Gleichzeitig haben andere Länder deutlich gemacht, dass sie den Test nicht einfach hinnehmen wollen. Australiens Außenministerin Penny Wong nennt den Test „destabilisierend“ für die Sicherheit in der Region. Neuseelands Außenminister Winston Peters sagt, der Südpazifik dürfe kein „Testgebiet für Raketen“ werden. Auch Japan und NATO-Generalsekretär Mark Rutte haben sich besorgt geäußert. Außerdem beobachten unabhängige Forschungsinstitute wie das Lowy Institute in Australien und die Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), wie sich Chinas Militär verändert, und liefern Politik und Öffentlichkeit Informationen. China hat zugesagt, keinen atomaren Erstschlag zu führen. In internationalen Gewässern muss jedes Land Regeln beachten – darüber wachen unter anderem die Vereinten Nationen.