Ein Forscher aus den USA hat eine Idee, mit der man herausfinden könnte, ob ein Satellit im Weltraum heimlich eine Atombombe an Bord hat.

Was ist passiert? Ein Wissenschaftler vom MIT in den USA hat ein neues Konzept vorgestellt. Es geht um einen Sensor, der ungefähr so groß ist wie ein dickes Lexikon. Dieser Sensor soll im Weltraum an einem Satelliten vorbeifliegen und prüfen, ob ein anderer Satellit eine Atomwaffe versteckt hat. Wenn der Sensor nahe genug dran ist, braucht er nur etwa eine Stunde. Aus ungefähr vier Kilometern Entfernung dauert es etwa eine Woche, bis er zu 99 Prozent sicher sagen kann, ob eine Bombe an Bord ist. So ähnlich, wie man mit einer Taschenlampe in einem dunklen Raum nach etwas sucht, nur mit Physik statt Licht.

Wer hilft mit? Der Forscher heißt Areg Danagoulian und arbeitet am Massachusetts Institute of Technology. Er hat seine Idee in der bekannten Fachzeitschrift Nature vorgestellt. Er fordert Regierungen und Laboratorien auf, Prototypen zu bauen, damit die Technik wirklich getestet werden kann. Danagoulian sagt: "Man kann Geheimdienstberichte fälschen, aber nicht die Physik." Das bedeutet: Wenn die Technik einmal funktioniert, kann kein Land mehr so leicht verheimlichen, ob es eine Atomwaffe ins All bringt. Schon heute gibt es den Weltraumvertrag von 1967, den 118 Staaten unterschrieben haben. Er verbietet Atomwaffen im All. Aber bisher hatte niemand eine gute Methode, um das auch zu überprüfen.