Die Elektrotechnik-Branche in Österreich fordert ein neues System für Fördergelder für Solaranlagen.
Stell dir vor, du willst dir eine Solaranlage auf dem Dach installieren lassen – also eine Photovoltaikanlage (PV), die Sonnenlicht in Strom verwandelt. In Österreich kannst du dafür beim Staat eine Förderung beantragen, also Geld, das die Anschaffung billiger macht. Aktuell läuft das so: Es gibt nur wenige Stichtage, an denen du den Antrag stellen kannst. Beim letzten Mal waren die Fördertöpfe laut der EAG-Abwicklungsstelle innerhalb von 33 Sekunden leer. Von fast 28.000 Anträgen konnten nur rund 3.000 bewilligt werden. Viele Leute, die eine Solaranlage wollten, gingen also leer aus.
Christian Bräuer, der Bundesinnungsmeister der Elektrotechnik in der Wirtschaftskammer Österreich, hat das System jetzt scharf kritisiert. Er sagt: Das aktuelle Fördersystem helfe niemandem, sondern schaffe Verärgerung und Unsicherheit und verhindere, dass wichtige Projekte geplant umgesetzt werden können. Er fordert "planbare und faire Rahmenbedingungen" – also Regeln, die klar sind und langfristig gelten, statt in wenigen Sekunden vorbei zu sein. Auch Herbert Paierl vom Branchenverband PV Austria teilt diese Kritik. Für ihn wäre eine Förderung, die nur Unsicherheit erzeugt, schlimmer als gar keine Förderung.
