Eine riesige neue Studie zeigt, dass sich die Zahl der Menschen mit psychischen Erkrankungen in den letzten 30 Jahren fast verdoppelt hat – besonders Jugendliche sind betroffen.
Was ist passiert? Im Medizin-Fachmagazin The Lancet wurde eine Untersuchung veröffentlicht, die Daten aus der ganzen Welt ausgewertet hat. Das Ergebnis: 2023 hatten 1,2 Milliarden Menschen eine psychische Störung – doppelt so viele wie noch 1990. Das ist etwa jeder siebte Mensch auf der Erde. Am stärksten zugenommen haben Angststörungen und Depressionen. Vor allem Mädchen und junge Frauen sind betroffen, und die Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen gilt als besonders gefährdet.
Wer hilft? In Österreich gibt es seit Anfang 2026 eine wichtige Neuerung: Kostenlose Behandlungsplätze bei klinischen Psychologinnen und Psychologen, die von der Krankenkasse bezahlt werden. Die Plattform Psyhelp vermittelt diese Plätze. Der Berufsverband der Psychologinnen und Psychologen (BÖP) setzt sich dafür ein, dass die Versorgung weiter ausgebaut wird. BÖP-Präsidentin Beate Wimmer-Puchinger nennt die Lage eine weltweite Krise und fordert mehr Unterstützung.
