Nach einem riesigen Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen klagen jetzt Betroffene vor Gericht – weil sie ihr Erspartes verloren haben.
Was ist passiert? In der Nacht zum 29. Dezember 2025 haben unbekannte Täter in der Sparkasse im Stadtteil Buer eingebrochen. Sie kamen über die Tiefgarage, bohrten ein Loch in den Tresorraum und brachen rund 3.100 Schließfächer auf. Viele Menschen hatten dort ihr Erspartes, Gold oder Erbstücke aufbewahrt – teilweise ihre ganze Altersvorsorge. Die Polizei geht von einem Schaden im zweistelligen Millionenbereich aus, möglicherweise sogar dreistellig. Die Täter sind weiter unbekannt.
Wer hilft den Betroffenen? Rund 650 Geschädigte werden vom Anwalt Daniel Kuhlmann vertreten. Er hat ein Gutachten anfertigen lassen, das der Sparkasse schwere Sicherheitsfehler vorwirft. Am 11. Juni beginnen vor dem Landgericht Essen die ersten beiden Zivilverfahren. Eine Richterin wird in einer Güteverhandlung unter anderem fragen, ob sich die Seiten einigen können. Parallel läuft ein Strafverfahren gegen die unbekannten Täter.
