In Wien steht eine 45-Jährige vor Gericht, die laut Anklage jahrelang Botox und Hyaluron gespritzt haben soll, obwohl sie keine Ärztin ist.
Was ist passiert? Die Frau soll laut Anklage von 2021 bis 2023 in vielen Fällen Botox und Hyaluron gespritzt haben. Sie soll das ohne die nötige Ausbildung gemacht haben. Mehr als 50 Menschen wurden danach leicht verletzt, zum Beispiel mit blauen Flecken oder Kopfschmerzen. Einige Patientinnen und Patienten bekamen schlimmere Probleme: Infektionen, Schwellungen und Narben. Ein Arzt hat in einem Gutachten festgestellt, dass die Schäden bei manchen länger als 24 Tage anhielten.
Wer hilft? Vor Gericht kümmern sich Richterinnen und Richter sowie Schöffinnen und Schöffen – das sind normale Bürgerinnen und Bürger – um den Fall. Behörden und Fachärzte warnen schon lange davor, sich nur an qualifizierte Ärztinnen und Ärzte zu wenden. Wer geschädigt wurde, kann sich außerdem eine Anwältin oder einen Anwalt nehmen, um Schadenersatz zu fordern.
