In Dresden hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen drei Männer erhoben, die für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK aktiv gewesen sein sollen.

Was ist passiert? Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden wirft drei türkischen Männern vor, zwischen 2015 und 2018 Führungsaufgaben für die PKK in Ostdeutschland übernommen zu haben. Der älteste von ihnen, 54 Jahre alt, soll jahrelang das Eintreiben von Geldern bei überwiegend kurdischen Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland organisiert haben. Außerdem soll er 2017 eine Strafaktion in Berlin angeordnet haben, bei der ein Opfer mit einem Messer in den Rücken verletzt wurde. Ein 46-Jähriger soll sein Stellvertreter gewesen sein, ein 53-Jähriger soll das gesammelte Geld weitergeleitet und die Aktion in Berlin mitgeplant haben. Der 54-Jährige sitzt seit November vergangenen Jahres in Untersuchungshaft. Nun muss das Oberlandesgericht Dresden entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird und wann ein Prozess beginnt.