Journalisten haben herausgefunden, dass eine Polizei in Mecklenburg-Vorpommern Standortdaten von Handy-Apps für Ermittlungen genutzt hat – jetzt wird geprüft, ob das erlaubt war.
Was ist passiert? Eine Recherche von Journalisten hat ergeben, dass das Landeskriminalamt – kurz LKA – in Mecklenburg-Vorpommern Daten aus dem Internet-Werbehandel für Ermittlungen verwendet hat. Solche Daten zeigen, wo sich Handys gerade befinden. Millionen Menschen sind davon betroffen, ohne dass sie davon wissen. Die Polizei bestätigte, das sei "in der Vergangenheit in geringem Umfang" passiert.
Wer schaut sich das an? Der Landesdatenschutzbeauftragte Sebastian Schmidt hat eine Überprüfung gestartet. Auch andere Datenschutzbehörden in Deutschland haben sich die Sache angeschaut und sehen keine klare Rechtsgrundlage dafür, dass die Polizei solche Werbedaten überhaupt nutzen darf. Der Polizeirechtler Mark Zöller von der Universität München sagt, das sei "wirklich massiv" und vermutlich gar nicht erlaubt.
