Die Gehälter von Bundespräsident, Kanzler, Vizekanzler, Ministerinnen und Ministern sowie Abgeordneten sollen im Jahr 2027 um ein Prozent steigen.
Stell dir vor, du arbeitest drei Jahre lang und bekommst keinen Cent mehr Lohn. Genau das ist in Österreich mit den Politiker-Gehältern passiert. Jetzt soll es 2027 endlich wieder eine kleine Erhöhung geben – nämlich ein Prozent. Klingt erst mal wenig, oder? Aber: Die Preise für Lebensmittel, Wohnen und Energie sind in den letzten Jahren viel stärker gestiegen, also um ein paar Prozent pro Jahr. Das bedeutet: Selbst mit dem einen Prozent mehr verlieren die Politikerinnen und Politiker real – also inflationsbereinigt – weiterhin an Kaufkraft. Das ist so, als würdest du fünf Prozent mehr bekommen, die Preise aber um acht Prozent steigen – am Ende hast du weniger zum Ausgeben.
Was steckt dahinter? Österreich hat gerade mit hohen Staatsausgaben zu kämpfen und muss sparen. Die Regierung argumentiert: Wenn wir unsere eigenen Gehälter nicht voll an die Inflation anpassen, zeigen wir Solidarität mit den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern und helfen, den Staatshaushalt in Ordnung zu bringen. Die Koalition – also ÖVP, SPÖ und NEOS – hat sich außerdem in ihrem Regierungsprogramm darauf geeinigt, die Politiker-Bezüge grundsätzlich zu überprüfen und vielleicht komplett zu reformieren. Das aktuelle System, die sogenannte Bezügepyramide, gibt es nämlich schon seit 1997.
