Peter Kampits, einer der wichtigsten Philosophen Österreichs, ist in Wien nach langer Krankheit gestorben.

Peter Kampits war ein Philosoph, der sich sein ganzes Leben lang mit großen Fragen beschäftigt hat. Er wurde 1942 in Wien geboren und ist mit 83 Jahren nach langer Krankheit gestorben. An der Universität Wien hat er Generationen von Studierenden das Denken beigebracht. Besonders bekannt war er dafür, dass er die Werke des französischen Philosophen Jean-Paul Sartre ins Deutsche übersetzt und erklärt hat. Viele Menschen in Österreich kannten ihn auch aus dem Fernsehen oder dem Radio, weil er dort über Philosophie und über die Gesellschaft gesprochen hat. Er war also nicht nur ein Wissenschaftler, sondern auch jemand, der sein Wissen mit allen teilen wollte.

Kampits hat sich nicht nur um die Philosophie an der Universität gekümmert. Er war Mitglied in der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt, also in einem Gremium, das sich zum Beispiel mit Fragen beschäftigt, was Medizinethik bedeutet, etwa wenn es um schwierige Entscheidungen am Ende des Leben, in der Gentechnik, um die Würde von Patienten und Patientinnen und ähnliche Themen geht. Außerdem hat er sich während der Corona-Pandemie kritisch zu Wort gemeldet. Er sagte, er sei ein "großer Skeptiker der Impfpflicht, vor allem aber des diesbezüglichen Gesetzes". Damit meinte er, dass er die Impfpflicht und vor allem das dazugehörige Gesetz kritisch gesehen hat. Wiens Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler hat sich nach seinem Tod bedankt: "Mit Peter Kampits verliert Wien einen bedeutenden Philosophen, Hochschullehrer und öffentlichen Intellektuellen, der die Wissenschaftslandschaft über Jahrzehnte hinweg geprägt hat", sagte sie.