Ein Umweltforscher warnt, dass in Österreich viel mehr Orte mit dem Schadstoff PFAS belastet sein könnten als bisher bekannt – offiziell sind erst zwei Standorte erfasst.
Was ist passiert? Der Stoff PFAS steckt in vielen Alltagsdingen – zum Beispiel in Kontaktlinsen oder bestimmten Lebensmittelverpackungen. Er ist extrem haltbar und schwer wieder aus dem Boden oder Wasser zu entfernen. In Österreich sind bisher nur zwei Orte offiziell als PFAS-Altlasten eingestuft: der Flughafen Salzburg und das Feuerwehrareal Lebring in der Steiermark. Der Forscher Thilo Hofmann von der Universität Wien schaut zum Vergleich in die Schweiz: Im kleinen Kanton Wallis wurden schon 187 belastete Orte gefunden. Weil Österreich etwa 16-mal größer ist als Wallis, könnten es hier Hunderte, vielleicht sogar über tausend Standorte sein.
Wer hilft? Seit Jänner 2026 müssen große Wasserversorger in Österreich regelmäßig 20 verschiedene PFAS im Trinkwasser messen. Außerdem gibt es seit 2024 ein eigenes Forschungsprojekt mit dem Namen PFASAN, das nach Wegen sucht, belastete Böden wieder sauber zu bekommen. Der Rechnungshof hat das Thema ebenfalls aufgegriffen und fordert, dass die Sanierung von Altlasten schneller vorangeht.
