In Wien-Liesing wird Asbest im Straßenbelag vermutet – Proben werden gerade im Labor untersucht.
Was ist passiert? In Wien-Liesing gibt es Hinweise, dass im Asphalt einer Straße Asbest steckt. Asbest sind winzige Fasern, die krank machen können, wenn man sie einatmet. Eine Umweltorganisation namens Greenpeace hat nach Hinweisen von Bürgerinnen und Bürgern Proben genommen und die Stadt Wien hat Material von insgesamt acht Verdachtsstellen ins Labor geschickt. Im Mikroskop zeigen sich gefährliche Fasern, die beim Einatmen krebserregend wirken können. Die Labors arbeiten gerade daran, das genau zu bestätigen, Ergebnisse werden im Sommer erwartet. Auch auf Spielplätzen oder Gehwegen könnten belastete Steine vorkommen.
Wer hilft? Greenpeace kümmert sich darum, alle Verdachtsstellen auf einer Online-Karte zu dokumentieren, und hat fünf neue Hinweise aus der Bevölkerung bekommen. Ein Fachmann, der Ziviltechniker Heinz Kropiunik, prüft das Material im Mikroskop und beruhigt gleichzeitig: Für Autofahrerinnen und Autofahrer, die mit offenem Fenster über eine solche Straße fahren, sieht er keine akute Gefahr. Die Stadt Wien hat Proben aller Verdachtsflächen ins Labor geschickt und lässt zuerst die Greenpeace-Proben untersuchen. Greenpeace fordert, dass stark befahrene Straßen schnell saniert und alle Seitenstraßen mit Asbestasphalt genau dokumentiert werden, damit bei Bauarbeiten keine Fasern aufgewirbelt werden.
