Eine Umweltorganisation hat auf acht Straßen in Wien und im Umland einen Stoff gefunden, der Krebs auslösen kann – und fordert jetzt schnelles Handeln.
Greenpeace hat in Wien und im Umland auf acht Straßen einen besonderen Asphalt entdeckt: Er enthält Asbest. Das ist ein Stoff, der früher viel im Bau verwendet wurde, bis man herausfand, dass er Krebs auslösen kann. In Proben aus der Rosenhügelstraße und der Stieglergasse haben Labore eine besonders gefährliche Sorte gefunden, den sogenannten Amphibolasbest. Betroffen sind unter anderem Straßen in Liesing sowie die viel befahrene Triester Straße an der Grenze zu Niederösterreich. Der Stoff ist so brüchig, dass schon leichter Druck reicht, um winzige, unsichtbare Fasern freizusetzen.
Greenpeace tut jetzt einiges, um das Problem sichtbar zu machen. Die Organisation hat eine interaktive Online-Karte ins Netz gestellt, auf der jede Person Asbestfunde melden kann. Außerdem lobt Greenpeace, dass die Stadt Wien schnell reagiert: Die zuständige MA 28 lässt Labore den Asphalt untersuchen und kontrolliert jetzt mehr Stellen. Greenpeace fordert aber auch den Bundeskanzler auf, Geld aus dem Katastrophenfonds bereitzustellen, damit die betroffenen Straßen saniert werden können. In Ungarn machen die Behörden es bereits ähnlich und bauen ein Kataster auf – also eine Art offizielle Liste der gefährlichen Stellen.
