In Peru findet am Sonntag eine Stichwahl statt, und das Land sucht nach Jahren der Krise eine neue Führung.

Was ist passiert? In Peru gibt es eine Stichwahl, also eine zweite Runde, weil im ersten Durchgang im April niemand klar gewonnen hat. Nun treten Keiko Fujimori und Roberto Sánchez gegeneinander an. Fujimori ist 51 Jahre alt und steht für einen harten Kurs gegen Kriminalität. Sánchez ist 57 Jahre alt und setzt sich für arme Menschen auf dem Land ein. Umfragen sehen Fujimori leicht vorn, doch etwa ein Fünftel der Wählerinnen und Wähler hat sich noch nicht entschieden. Das Land ist müde und frustriert, denn in nur zehn Jahren gab es schon neun Präsidenten oder Präsidentinnen.

Wer hilft? In dieser Wahl geht es nicht nur um zwei Personen, sondern auch um die Frage, wer das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen kann. Viele zivilgesellschaftliche Gruppen, Journalistinnen und Journalisten sowie junge Aktivistinnen und Aktivisten begleiten die Wahl kritisch. Auch internationale Wahlbeobachterinnen und Wahlbeobachter sind vor Ort, um auf einen fairen Ablauf zu achten. Sie alle sorgen dafür, dass die Stimmen der Menschen gezählt werden und die Wahl transparent bleibt.