In Peru haben die Menschen am Sonntag in einer Stichwahl eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten gewählt.

Was ist passiert? Peru hat seit 2016 schon sehr oft den Präsidenten gewechselt – manche wurden vom Parlament abgesetzt, manche sind sogar im Gefängnis gelandet. Am Sonntag sollten die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, wer das Land als Nächstes führt. Es standen zwei Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl: Keiko Fujimori, die schon mehrmals angetreten ist, und Roberto Sánchez, der zum ersten Mal kandidiert. In Umfragen lagen beide fast gleichauf, und etwa ein Fünftel der Menschen war sich noch unsicher, wen es wählen sollte.

Wer hilft? Viele Menschen in Peru gehen wählen, weil sie sich eine bessere Zukunft wünschen. Junge Aktivistinnen und Aktivisten wie Milagros Samillán rufen dazu auf, sich eine eigene Meinung zu bilden und sich nicht von Versprechen blenden zu lassen. Auch Hilfsorganisationen und die internationale Gemeinschaft beobachten die Wahl genau und fordern faire Bedingungen und einen respektvollen Umgang miteinander. In Puerto Pizarro erzählten Fischer, wie sehr sie unter Schutzgelderpressung und Gewalt leiden – auch ihre Stimmen zählen bei dieser Wahl.

Was kannst du tun? Du kannst dich über Wahlen in anderen Ländern informieren, zum Beispiel über Nachrichten für junge Leute oder seriöse Medien. Wenn du Spanisch sprichst oder lernst, kannst du Originalberichte aus Peru lesen und so die Perspektive der Menschen dort besser verstehen. Auch wenn du selbst noch nicht wählen darfst, kannst du mit Freundinnen und Freunden, in der Schule oder in der Familie über Demokratie, faire Wahlen und politische Verantwortung diskutieren. So lernst du, wie wichtig jede Stimme ist – in Peru und überall.

Warum ist das für dich wichtig?

Wahlen in fernen Ländern zeigen, wie Demokratie funktioniert – und warum es sich lohnt, sich für faire Regeln und Stabilität einzusetzen, auch wenn man selbst noch nicht wählen darf.