In Peru hat die rechtsgerichtete Politikerin Keiko Fujimori die Präsidentenwahl gewonnen – allerdings nur mit einem denkbar knappen Vorsprung.

Die Wahl in Peru fand in zwei Runden statt. Am 7. Juni 2026 traten Keiko Fujimori und Roberto Sánchez in einer Stichwahl gegeneinander an. Fujimori gehört der konservativen Partei Fuerza Popular an, Sánchez ist ein linker Politiker. Nach wochenlanger Auszählung gab die Wahlbehörde bekannt: Fujimori hat rund 50,1 Prozent der Stimmen bekommen, Sánchez nur 49,86 Prozent. Der Unterschied zwischen den beiden: gerade einmal 49.641 Stimmen – bei insgesamt 27 Millionen Menschen, die wählen durften.

Keiko Fujimori ist 51 Jahre alt und steht zum vierten Mal für das Präsidentenamt zur Wahl. In den drei Versuchen davor hatte sie jeweils knapp verloren. Diesmal hat es für sie gereicht. Fujimori will in ihrer Politik vor allem gegen organisierte Kriminalität und ungeregelte Einwanderung vorgehen. Außerdem möchte sie die Wirtschaft weniger streng regulieren. Im Wahlkampf berief sie sich auf das politische Erbe ihres Vaters Alberto Fujimori, der Peru von 1990 bis 2000 regiert hatte. Ihr Vater war von vielen Peruanern für seinen harten Kurs gegen die Guerilla-Gruppe Leuchtender Pfad geschätzt worden, wurde aber später wegen Menschenrechtsverletzungen und Korruption verurteilt und starb 2024.