Der Gründer einer großen Untergrundkirche in China ist nach fast neun Monaten Haft freigelassen worden und hat seine Familie in den USA wiedergesehen.

Was ist passiert? In China gibt es neben den offiziellen Kirchen auch sogenannte Untergrundkirchen. Diese Gemeinden sind nicht beim Staat angemeldet. Pastor Jin Mingri hat 2007 die "Zion Church" mitgegründet, eine der größten dieser Kirchen. Im Oktober wurde er zusammen mit 17 weiteren Leitern festgenommen. Ihm wurde vorgeworfen, Informationsnetzwerke illegal genutzt zu haben. Nach fast neun Monaten Haft kam er jetzt frei und flog zu seiner Tochter in die USA. Seine Tochter hatte im US-Kongress über das Schicksal ihres Vaters gesprochen.

Wer hat geholfen? US-Präsident Donald Trump hat den Fall bei einem Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping im Mai angesprochen. Trump sagte, Xi wolle sich die Sache "stark anschauen". Die Familie glaubt, dass die Freilassung ohne Xis persönliche Entscheidung nicht so schnell passiert wäre. Auch eine Organisation namens ChinaAid hat sich für Jin eingesetzt und seine Ankunft in den USA bestätigt. Menschenrechtsgruppen fordern, dass die anderen Gefangenen der Zion Church auch freigelassen werden.