Brandenburgs Ministerpräsident Woidke kämpft dafür, dass die Bahnstrecke von Berlin Richtung Polen endlich ausgebaut wird.

Die Ostbahn fährt heute von Berlin bis Küstrin-Kietz und weiter nach Kostrzyn in Polen. Auf der deutschen Seite fehlt bislang die Elektrizität, und manche Abschnitte haben nur ein Gleis. Pendlerinnen und Pendler sowie die Wirtschaft wünschen sich mehr Kapazität und kürzere Fahrzeiten.

Im Bundesverkehrswegeplan steht die Strecke aktuell nur als „möglicher Bedarf". Damit ist sie nicht für einen schnellen Ausbau vorgesehen. Laut Verkehrsministerium müsste erst eine positive Wirtschaftlichkeitsprüfung zeigen, dass sich der Ausbau tatsächlich lohnt. Erst dann könnte die Strecke in die höchste Dringlichkeitsstufe hochgestuft werden.

Woidke will sich davon nicht entmutigen lassen. Er sagt, dass der Bund Schienenprojekte im Osten Brandenburgs bisher weniger wichtig findet als andere. Er erinnert daran, dass sogar der Bundeskanzler in Warschau über fehlende Verkehrsverbindungen Richtung Polen gesprochen hat. Brandenburg selbst will sich nicht an der Finanzierung beteiligen, weil die Deutsche Bahn das Netz betreibt.