Die Präsidentin des Brandenburger Landtags, Ulrike Liedtke, sagt: Auch wenn die AfD gerade in Umfragen sehr stark dasteht, bleibt sie aus ihrer Sicht nicht ewig an der Spitze.
Die AfD hat in einer neuen Umfrage in Brandenburg 37 Prozent erreicht – so viel wie nie zuvor. Die SPD kam auf 22 Prozent, und auch die CDU schnitt schlechter ab. Zusammen schaffen es die beiden Regierungsparteien derzeit nicht, an die AfD heranzukommen. Die Landtagspräsidentin findet trotzdem: Das Bild einer „unbesiegbaren" AfD stimmt nicht. Viele Menschen, die heute AfD wählen oder ihr nahestehen, werden sich ihrer Meinung nach wieder von der Partei abwenden.
Im Brandenburger Landtag gilt die AfD offiziell als gesichert rechtsextrem. Gegen diese Einstufung hat die AfD allerdings Klage eingereicht. Ulrike Liedtke sagt dazu klar: Abgrenzung von der AfD ist für sie okay, Ausgrenzung aber nicht. „Ausgrenzung macht immer den anderen stark", findet sie. Bei Sachfragen könne man mit der AfD zusammenarbeiten, bei Ideologie dagegen nicht.
Weil viele Menschen sich Sorgen machen und mehr über Politik erfahren wollen, plant der Landtag am 11. September die „Lange Nacht des Parlaments". Dort reden alle vier Fraktionsvorsitzenden miteinander, und es geht darum, Demokratie zu erklären und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Was kannst du tun? Wenn dich Politik interessiert, schau am 11. September bei der Langen Nacht des Parlaments vorbei oder informiere dich über die Reden der Abgeordneten. Du kannst mit Freundinnen und Freunden über Wahlumfragen reden, selbst wählen gehen, sobald du alt genug bist, und dir eigene Meinungen bilden – statt alles zu glauben, was in den sozialen Medien behauptet wird.
