In Thüringen warten 290 kranke Menschen auf ein neues Organ, doch nur wenige Menschen füllen einen Organspendeausweis aus.

Was ist passiert? In Thüringen brauchen gerade 290 schwer kranke Menschen ein neues Organ, damit sie weiterleben können. Viele von ihnen warten schon seit Monaten oder Jahren. Die meisten brauchen eine neue Niere, andere eine neue Leber, ein Herz oder eine Lunge. Das Problem: Es gibt in diesem Jahr weniger Organspenden als in den Jahren davor. Nur etwa 15 von 100 Menschen in Deutschland haben bisher einen Organspendeausweis ausgefüllt. Das ist eine kleine Karte, auf der man ankreuzt, ob man im Notfall Organe spenden möchte oder nicht.

Wer hilft? Ärztinnen und Ärzte in den Kliniken kümmern sich rund um die Uhr darum, Spenderorgane an die richtigen Empfänger zu vermitteln. In Thüringen ist das Universitätsklinikum Jena eine wichtige Anlaufstelle, vor allem für neue Lungen. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation sammelt Daten, berät Kliniken und informiert die Bevölkerung. Zum Tag der Organspende am Samstag organisieren sie Aktionen, damit mehr Menschen über das Thema sprechen. Es gibt außerdem Beratung am Telefon, im Internet und bei Hausärztinnen und Hausärzten.