Der österreichische Tennisverband hat sich bei der Profi-Tour ATP beschwert, weil dort ab 2028 viel weniger Doppel-Spiele stattfinden sollen.

Stell dir vor, du spielst Tennis und dein Doppel-Partner soll plötzlich viel weniger Spiele bekommen. Genau darum geht es gerade in der Tennis-Welt. Die ATP, also die Organisation der Profi-Tennis-Tour, will ab 2028 die Zahl der Doppel-Felder stark verringern. Bei den großen Masters-1000-Turnieren sollen statt 32 nur noch 16 Paare spielen dürfen, bei kleineren Turnieren nur noch acht statt 16 Paare.

Der Österreichische Tennisverband (ÖTV) findet das keine gute Idee. Präsident Richard Grasl, Sportdirektor Jürgen Melzer und Geschäftsführer Thomas Schweda haben deshalb einen Brief an die ATP geschrieben. Darin steht: „Der Profitennissport sollte Karrierewege schaffen - nicht sie beseitigen." Sie finden, dass viele Spieler durch das Doppel Geld verdienen und Erfahrung sammeln.

Viele heimische Spieler sehen das ähnlich. Sebastian Ofner sagt: „Mir hat der Doppelsport so viel gegeben, es tut halt schon weh." Auch Melzer, der früher selbst Doppel und Einzel spielte, meint: Ohne Doppel wäre er nie unter die besten zehn Spieler der Welt gekommen. Deshalb kämpfen sie dafür, dass das Doppel wichtig bleibt.

Es gibt auch Kritik am Doppel: Manche Einzelspieler finden, dass Doppel-Spieler zu viel Platz und Zeit auf den Trainingsanlagen brauchen. Die Spieler schlagen aber vor, das Problem mit besserem Zeitmanagement zu lösen, statt das Doppel einfach zu verkleinern. Wer an einem Tag spielt, soll auch Vorrang beim Training haben.