Zwei Doppel-Paare aus Österreich haben bei Wimbledon das Achtelfinale erreicht, während die Stars der Szene gegen geplante Änderungen protestieren.
Bei Wimbledon laufen gerade die Herren-Doppel. Für Österreich gibt es gleich zwei gute Nachrichten: Lucas Miedler und sein Partner Francisco Cabral haben gegen Buse und Trungelliti aus Peru und Argentinien mit 4:6, 6:4, 6:1 gewonnen. Später am Tag siegte auch Neil Oberleitner mit seinem tschechischen Partner Petr Nouza gegen das niederländische Duo Griekspoor/van de Zandschulp klar mit 6:1, 6:2. Beide österreichischen Paare stehen jetzt im Achtelfinale des Turniers.
Im Achtelfinale warten schwere Gegner. Oberleitner und Nouza spielen gegen die Briten Julian Cash und Lloyd Glasspool, die als Nummer 3 gesetzt sind und den Titel von 2025 verteidigen. Miedler und Cabral bekommen es mit den Deutschen Kevin Krawietz und Tim Pütz zu tun, die an Position zwei gesetzt sind. Beide Duelle finden am Wochenende statt.
Neben den Matches gibt es gerade eine große Debatte im Tennis. Der Verband ATP plant, ab 2028 weniger Doppel-Teams bei den großen Turnieren spielen zu lassen. Außerdem soll das Preisgeld ungerechter aufgeteilt werden, sodass die Doppel-Spieler weniger bekommen. Viele Top-Spieler finden das nicht fair.
Die Nummer 1 der Doppel-Weltrangliste, Harri Heliovaara aus Finnland, hat sich im Netz beschwert. Er sagt, die Pläne würden den Beruf der Doppel-Spieler zerstören. Auf Social Media haben viele Tennis-Stars einen gemeinsamen Text geteilt, in dem steht, dass Doppel keine Neben-Sache ist und dass man miteinander reden soll. Heliovaara findet: "Es ist eine sehr geldgetriebene Welt" und meint, dass Tennis gerade boomt – auch weil weltweit 70 Prozent der Freizeitspieler Doppel spielen.
