Österreich wurde für zwei Jahre in den mächtigsten Rat der Vereinten Nationen gewählt – und die Bewerbung hat rund zehn Millionen Euro gekostet.
Stell dir vor, ein Land bewirbt sich offiziell um einen Platz in einem wichtigen Gremium der Vereinten Nationen – dem UNO-Sicherheitsrat. Genau das hat Österreich getan, und es hat geklappt. Anfang Juni wurde Österreich in New York als nicht-ständiges Mitglied für die Jahre 2027 und 2028 gewählt. Der Sicherheitsrat entscheidet zum Beispiel über Friedensmissionen und Sanktionen und hat fünf ständige Mitglieder mit Vetorecht: China, Russland, USA, Frankreich und Großbritannien.
Die Bewerbung hat laut Außenministerium rund zehn Millionen Euro gekostet. Klingt nach viel, ist aber nur halb so viel, wie ursprünglich im Budget eingeplant war. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger findet das sogar gut: Sparsamkeit und Effizienz hätten dafür gesorgt, dass man unter dem Budget geblieben sei. Der größte Teil – etwa sieben Millionen – floss in freiwillige Beiträge an verschiedene UNO-Organisationen. Damit kann Österreich zum Beispiel Programme für Menschenrechte oder Hilfe für Flüchtlinge unterstützen und so seine Position international stärken.
