Die verfügbaren Grundwasserressourcen in Österreich könnten bis 2050 um bis zu 23 Prozent zurückgehen, während der Wasserbedarf um bis zu 15 Prozent steigt.
Prognosen und Auswirkungen
Laut aktuellen Prognosen wird die Klimakrise die Grundwasserbildung in Österreich massiv beeinträchtigen. Bis 2050 könnte das verfügbare Grundwasser um bis zu 23 Prozent schrumpfen, während der Wasserbedarf um bis zu 15 Prozent steigt. Besonders betroffen sind Trinkwasserversorgung, Ökosysteme, Industrie und Energieproduktion. In der Landwirtschaft könnte sich der Wasserbedarf sogar nahezu verdoppeln.
Herbert Formayer, Meteorologe an der Universität für Bodenkultur Wien (Boku) und wissenschaftlicher Leiter des Klimastatusberichts, betont: „Selbst ein wasserreiches Land wie Österreich steht vor wachsenden Herausforderungen.“ Längere Trockenperioden, steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster beeinträchtigen zunehmend die Bildung und Qualität der Wasserressourcen.
