Das österreichische Parlament hat beschlossen, die strategische Gasreserve bis 2029 zu verlängern, damit das Land auch in Krisen genug Gas hat.

Österreich hat seit 2022 eine eigene strategische Gasreserve. Die ist ein großer Vorrat an Gas, der aufbewahrt wird, falls es auf dem Weltmarkt Probleme gibt. Dieser Vorrat fasst 20 Terawattstunden, also 20 Milliarden Kilowattstunden Gas. Eine Kilowattstunde ist die Energie, die ein Heizlüfter ungefähr eine Stunde lang laufen lässt, also ein ziemlich großer Energiehappen. Im Parlament, dem Hauptausschuss des Nationalrats, wurde nun abgestimmt. Weil es um viel Geld geht, brauchte es eine Zweidrittelmehrheit. Das bedeutet: Mehr als zwei Drittel aller Abgeordneten mussten dafür sein. Grüne und FPÖ haben gemeinsam mit der Regierung zugestimmt, also kam die Mehrheit zustande.

Die Reserve wird jetzt nicht 2027, sondern erst 2029 auslaufen. Im Doppelbudget für die Jahre 2027 und 2028 sind dafür 240 Millionen Euro eingeplant. Das ist Geld dafür, dass das Gas eingelagert, gepflegt und bei Bedarf genutzt werden kann. Das Ziel: Wenn auf der Welt plötzlich Gas knapp wird oder die Lieferung stockt, soll Österreich nicht sofort Probleme bekommen. Besonders geschützt werden wichtige Abnehmer wie Krankenhäuser, Pflegeheime oder soziale Einrichtungen. Auch Unternehmen, die auf Gas angewiesen sind, sollen sich auf den Vorrat verlassen können.