Ein neuer Bericht zeigt: Gletscher in Österreich verlieren massiv Eis, und manche Seen frieren im Winter kaum noch zu.
Stell dir vor, du fährst im Sommer in die Berge und siehst, wo früher weißes Eis war, liegt heute grauer Fels. Genau das passiert gerade in Österreich. Forschende um Projektleiter Wolfgang Schöner haben in einem Bericht aufgeschrieben, wie stark die Gletscher und Seen dort leiden. Die 13 überwachten Gletscher haben in nur zwei Jahren im Durchschnitt rund zwei Meter Eis verloren. Auf der Wetterstation am Sonnblick im Gebirge gab es sogar 66 Tage am Stück ohne Frost – mehr als doppelt so viele wie beim alten Rekord.
Noch krasser ist es am Lunzer See. Früher war dieser See im Winter wochenlang zugefroren, heute ist die Eisdecke im Winter 2023/24 nur noch zwei Tage lang geblieben. Das sind 97 Prozent weniger als sonst. Der Grund: 2024 war in Österreich das wärmste Jahr, das je gemessen wurde, mit 8,8 Grad Celsius im Durchschnitt. Die Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1767 zurück.
