Gerald Loacker wurde vom zuständigen Ausschuss des EU-Parlaments zum neuen österreichischen Mitglied im Europäischen Rechnungshof gewählt.
Der Europäische Rechnungshof in Luxemburg kontrolliert, wofür die EU ihr Geld ausgibt – ähnlich wie ein Finanzprüfer bei einer großen Firma. Die Mitgliedstaaten schlagen dafür Mitglieder vor, und das EU-Parlament muss zustimmen. Für Österreich wurde nun Gerald Loacker ausgewählt, ein ehemaliger Abgeordneter der Neos.
Loacker hat zwischen 2013 und 2024 im österreichischen Nationalrat gearbeitet und sich dort mit vielen Budgets beschäftigt. Er ist Jurist, kommt aus Vorarlberg und arbeitet jetzt als Berater. In seiner Anhörung sagte er, dass Unabhängigkeit und faktenbasiertes Arbeiten für ihn besonders wichtig seien. Der zuständige Ausschuss stimmte mit 16 zu 13 Stimmen für ihn.
Die endgültige Abstimmung findet im September im gesamten EU-Parlament statt. Die Amtszeit läuft dann bis 2032. Einige Politiker aus anderen Parteien haben kritisiert, dass die Stelle von den Neos ohne öffentliche Ausschreibung beansprucht wurde. Loacker sagte dazu, die Stelle sei in Österreich ausgeschrieben gewesen und er habe keinen Einfluss auf das Verfahren gehabt.
