Eine Politikerin kritisiert, dass Österreich nicht Teil einer großen Polizeiaktion gegen internationale Vergewaltigungs-Netzwerke ist.
Was ist passiert? Es gibt ein Netzwerk im Internet, in dem Männer sich laut NDR-Recherchen darüber austauschen, wie sie Frauen mit Schlafmitteln betäuben und vergewaltigen können. Auch Aufnahmen solcher Taten sollen geteilt worden sein. Deshalb haben neun Länder gemeinsam die Polizeiaktion "Medusa" gestartet – darunter Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Spanien. Bei einer Aktion im Juni wurden 156 Verdächtige und mögliche Opfer gefunden. Österreich ist bisher nicht dabei.
Wer hilft? Die Grünen-Frauensprecherin Meri Disoski fordert die Regierung auf, Österreich sofort an "Medusa" zu beteiligen. Sie hat dazu eine parlamentarische Anfrage gestellt. Opferschutz-Anwältin Sonja Aziz unterstützt die Kritik. Auch die Justiz in Tirol und Niederösterreich ermittelt bereits gegen Männer, die im Verdacht stehen, Frauen in ihrem Umfeld betäubt und vergewaltigt zu haben.
