Polizistinnen und Polizisten aus 59 Ländern haben bei einer großen Aktion gegen Menschenhandel mehr als 1.000 Verdächtige festgenommen und über 2.000 mögliche Opfer gefunden.

Stell dir vor: In 59 Ländern arbeiten gleichzeitig Polizistinnen und Polizisten zusammen, um Menschen zu befreien, die zur Prostitution gezwungen werden. Genau das ist im Juni 2026 passiert. Die Aktion hieß EMPACT Joint Action Days Global Chain und wurde von Österreich und Rumänien gemeinsam geleitet. Unterstützt wurden die Behörden dabei von Europol, Interpol und Frontex. Insgesamt wurden 1.024 Verdächtige festgenommen und 2.070 mögliche Opfer identifiziert. Die Opfer stammen aus 45 verschiedenen Ländern, die meisten aus Südamerika, Moldau und Nepal.

Auch in Österreich waren viele Einsatzkräfte beteiligt. 211 Polizistinnen und Polizisten haben 947 Personen kontrolliert, 63 Fahrzeuge überprüft und 118 Örtlichkeiten durchsucht. Dabei wurden 17 Opfer identifiziert und acht Verdächtige festgenommen. Außerdem fanden die Ermittler sechs Online-Plattformen, die möglicherweise für Menschenhandel genutzt wurden. Sie stellten außerdem 68.000 Euro Bargeld, drei Handys und Drogen sicher. In Tirol entdeckten sie zwei Frauen aus Rumänien, die mit der sogenannten Loverboy-Methode zur Prostitution gezwungen worden sein sollen. In Oberösterreich wurde ein ungarisches Opfer befreit, das in der illegalen Hotelprostitution ausgebeutet wurde.