Der Neusiedler See hat gerade weniger Wasser als sonst, aber Schifffahrt, Fischerei und Wassersport laufen trotzdem fast normal weiter.

Stell dir vor, ein See hat gerade weniger Wasser als sonst: Aktuell liegt der Wasserstand bei 115,17 Metern über dem Meeresspiegel. Das klingt viel, ist aber rund 30 Zentimeter weniger als im Durchschnitt der letzten Jahre. Grund dafür ist eine längere Trockenheit in Ostösterreich, die dem See seit Mitte Mai zugesetzt hat. Zuletzt hat es aber geregnet, und das hat den weiteren Abfall gestoppt.

Viele Menschen nutzen den See zum Bootfahren, Fischen oder Wingfoilen. Auch diese Woche gilt: Die Fähren fahren weiter, und Boote dürfen auf den See – sie sollten nur nicht zu voll beladen werden, damit sie nicht zu tief ins Wasser ragen. Beim Wingfoilen gibt es in einzelnen Bereichen schon kleine Verbesserungen Einschränkungen. Für die Fische im See sieht es gut aus: Das Wasser hat genug Sauerstoff und die richtige Temperatur, es wurde kein Fischsterben beobachtet.

Eine eigene Gruppe, die Wasserstandskommission, trifft sich alle zwei Wochen. Dort sitzen Leute aus der Wasserwirtschaft, der Fischerei, dem Tourismus, dem Gesundheitsbereich und der Landessicherheitszentrale zusammen. Sie schauen, wie sich der See entwickelt, und sagen frühzeitig Bescheid, falls sich etwas ändern sollte. So kann jeder rechtzeitig reagieren.

Warum ist das für dich wichtig?

Wenn du in der Region wohnst oder den See im Sommer besuchen willst, weißt du jetzt, was geht und was du beim Bootfahren beachten solltest.