In Syrien bekommt das Parlament eine neue Besetzung und trifft sich am Montag zum ersten Mal.
Mehr als eineinhalb Jahre nach dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad steht jetzt fest, wer im neuen syrischen Parlament sitzt. Das Parlament hat insgesamt 210 Plätze. Zwei Drittel davon wurden schon letztes Jahr von regionalen Wahlkollegien ausgewählt. Die normale Bevölkerung konnte nicht direkt wählen.
Die letzten 70 Abgeordneten hat Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa selbst ernannt. Er wollte damit unterschiedliche Gruppen im Land abbilden, zum Beispiel Familien von Kriegsopfern, ehemalige Gefängnisinsassen, Überlebende von Chemiewaffenangriffen und auch Expertinnen und Experten aus verschiedenen Berufen.
Insgesamt sitzen jetzt 22 Frauen im neuen Parlament. 15 davon hat al-Sharaa ernannt. Der Frauenanteil bleibt aber insgesamt niedrig. Beobachter sagen, dass das Parlament in der nächsten Zeit nur wenig Macht haben wird. Die Übergangsphase in Syrien soll fünf Jahre dauern.
