In Wien hat ein Prozess wegen schwerer Vorwürfe aus dem syrischen Bürgerkrieg begonnen, beide Angeklagten sagen: nicht schuldig.
Was ist passiert? Vor einem Wiener Gericht hat ein Prozess begonnen, der international Aufmerksamkeit bekommt. Dem Hauptangeklagten Khaled Al H. wird vorgeworfen, in der syrischen Stadt Rakka an Folter, sexueller Nötigung und vielen schweren Körperverletzungen beteiligt gewesen zu sein. Er sitzt seit Ende 2024 in Untersuchungshaft. Ein zweiter Mann, Moussab Abou R., muss sich wegen schwerer Körperverletzung und Nötigung verantworten. Beide haben am ersten Verhandlungstag gesagt: Wir sind nicht schuldig.
Wer hilft? Das Gericht in Wien geht Hinweisen auf schwere Menschenrechtsverbrechen nach, egal wo auf der Welt sie passiert sind. Dafür gibt es in Österreich die Generalbundesanwaltschaft. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International beobachten das Verfahren und fordern, dass Opfer von Folter Gerechtigkeit bekommen. Für Betroffene, die in Österreich leben, gibt es außerdem psychosoziale Prozessbegleitung, also professionelle Unterstützung während der Aussage.
