In Syrien hat sich ein neues Parlament getroffen – fast eineinhalb Jahre nach dem Sturz von Machthaber Assad.
Was ist passiert? In der Hauptstadt Damaskus ist am Samstag das neue syrische Parlament zu seiner ersten Sitzung zusammengekommen. Präsident Ahmed al-Sharaa hat die Abgeordneten begrüßt und sie dazu aufgerufen, gut für die Menschen im Land zu arbeiten. Das Parlament hat 210 Mitglieder. Nur etwa jeder zehnte Sitz ist mit einer Frau besetzt.
Wie wurde das Parlament ausgewählt? Ungefähr zwei Drittel der Abgeordneten haben kleine Gruppen aus den Regionen Syriens bestimmt, die restlichen 70 hat der Präsident direkt ernannt. Fachleute sagen, dass echte Gegenstimmen zur Regierung im Parlament fehlen. Auch religiöse Minderheiten wie die Drusen sind kaum vertreten.
Warum ist das wichtig? Nach vielen Jahren Krieg und Unterdrückung unter Assad probiert Syrien jetzt, eine neue politische Ordnung aufzubauen. Ob das Parlament die Erwartungen der Bevölkerung erfüllen kann, werden die nächsten Monate zeigen.
