Frankreichs Präsident Macron ist als erster westlicher Staatschef seit dem Sturz von Assad nach Syrien gereist.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am 06.07.2026 Syrien besucht. Das Besondere: Er ist der erste hochrangige westliche Staatschef, der seit dem Ende der Herrschaft von Bashar al-Assad im Jahr 2024 wieder in das Land reist. In Damaskus wurde er vom syrischen Außenminister Asaad al-Shaibani am Flughafen begrüßt. Bei seinem zweitägigen Besuch trifft er auch den Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa und spricht mit Vertreterinnen und Vertretern der syrischen Zivilgesellschaft.

Macron will damit ein Zeichen setzen: Frankreich möchte Syrien beim Wiederaufbau nach 13 Jahren Bürgerkrieg helfen. Geplant sind Gespräche über Investitionen und ein Wirtschaftsforum zum Wiederaufbau des Landes. Frankreich hat eine besondere Beziehung zu Syrien: Von 1920 bis zur Unabhängigkeit 1946 war Paris Mandatsmacht in Syrien und im Libanon. Nach dem Beginn des Bürgerkriegs 2011 hatten sich die Beziehungen allerdings stark verschlechtert.