Während der französische Präsident Emmanuel Macron das Land besuchte, sind in der syrischen Hauptstadt Damaskus zwei Bomben explodiert.
Am Dienstagmorgen hat es in Damaskus, der Hauptstadt von Syrien, zwei schwere Explosionen gegeben. Die Bomben waren in einem Auto und einem Mülleimer versteckt, in der Nähe eines Hotels, in dem der französische Präsident Emmanuel Macron gerade übernachtet hatte. Macron war zum Zeitpunkt der Explosionen aber schon unterwegs zu einem Treffen und blieb unverletzt. Bei dem Anschlag wurden mindestens 18 Menschen verletzt, vier davon sind Polizisten, und mindestens drei Menschen sind gestorben. Wer die Bomben gelegt hat, ist noch nicht bekannt.
Macron war am Montagabend in Syrien gelandet. Er ist der erste Präsident aus Westeuropa, der das Land seit dem Sturz von Machthaber Bashar al-Assad im Dezember 2024 besucht. Zusammen mit dem neuen syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa besuchte er am Abend die berühmte Umayyaden-Moschee, eine der ältesten und wichtigsten Moscheen der Welt. Am Dienstag trafen sich die beiden Staatschefs im Präsidentenpalast zu Gesprächen über die Zukunft Syriens.
Frankreich will Syrien beim Wiederaufbau helfen, der nach 13 Jahren Bürgerkrieg dringend nötig ist. Geplant sind unter anderem die Rückkehr eines französischen Botschafters nach Damaskus, die Freigabe eingefrorener Gelder und die Rückgabe von 23 historischen Kunstgegenständen, die seit 2010 in Paris geliehen waren. Auch französische Unternehmen aus den Bereichen Energie, Bau und Transport sind mitgereist, um Investitionsmöglichkeiten auszuloten. Syrien hat zudem den Kauf von acht zivilen Airbus-Flugzeugen aus Frankreich angekündigt. Jugendliche in Syrien können sich bei internationalen Hilfsorganisationen wie dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR), dem Kinderhilfswerk UNICEF oder lokalen Initiativen über Hilfsangebote, Bildungsprogramme und psychologische Unterstützung informieren und sich engagieren. Wer sich für die Lage in Syrien interessiert, kann seriöse Quellen wie die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, die Bundeszentrale für politische Bildung oder die Berichte von Amnesty International und Human Rights Watch lesen, um die Hintergründe besser zu verstehen.
